Saturday, July 10, 2021

Noch ein paar Antworten

 "Endlich dürfen wieder Fans ins Stadion, denn ohne Fans ist Fußball sinnlos"
Nein.

"Es ist wundervoll, dass die Fans im Stadion all ihre Emotionen herauslassen können"
Nein.

"Das gehört zum Fußball"
Nein.

"Besser ein paar Beschimpfungen als ein leeres Stadion. Die meinen das ja eh nicht so"
Nein.


Liebe Grüße.

Ein paar Antworten

"Die Umtextung der österreichischen Bundeshymne zu 'Töchtern' war unnötig, weil das kein Mensch braucht"
Nein.

"Man sollte sowas nicht machen, weil man alte Dinge nicht abändern soll"
Nein.

"Der Text war früher perfekt und ist jetzt verhunzt worden"
Nein.

"Da es immer 'wichtigere' Probleme für die Menschheit gibt, sollte man sich mit kleineren Problemen gar nicht erst beschäftigen"
Nein.

"Ich selber brauche es nicht, und deshalb sollte es auch kein anderer Mensch brauchen"
Nein.


Danke für die Aufmerksamkeit.

Sunday, September 27, 2020

10 Anleitungen zum Gehirnknoten

Dark Angel - Time Does Not Heal

Spirtal Architect - A Sceptic's Universe

Nile - In Their Darkened Shrines

Richard Strauss - Elektra

Watchtower - Control And Resistance

Emperor - Prometheus-The Discipline of Fire and Demise

Morbid Angel - Altars of Madness

VoidCeremony - Entropic Reflections Continuum: Dimensional Unravel

Death - The Sound of Persevarance

Miles Davis - Bitches Brew

Wednesday, June 3, 2020

Pentecost Villach 2020

Led Zeppellin - I
John Lee Hooker - I'm John Lee Hooker
Wayne Shorter - Juju
Abdullah Ibrahim - African Suite
Abdullah Ibrahim - Senzo
Candlemass - Epicus Doomicus Metallicus
Rainbow - Rising

Wednesday, February 26, 2020

TODAY 26.02.2020

Via rateyourmusic random.


01 MFSB - human machine

Funky Gewaber, das aber irgendwie mehr gewollt als gekonnt klingt - was (vor allem) bei Funk niemals gut ist.

02 Nunca Antes - bombo de lá

Eher uninspiriertes "Maracatu"-Gesinge mit viel Percussion.

03 Cool Hipnoise - space is da place (make me wanna fly)

Dieser gezwungen-hippe, artifizielle 90er-Beat geht mir eher auf den Keks. "Look how relaxed we are!" Jaja. Fahrstuhl-Musik für Fahrstühle, die Leute zum Mitgrooven bewegen sollen (also keine).

04 Mirah - promise

Recht gute, melancholische Pianoballade, die die größten Sünden in diesem Genre umschifft. Hat natürlich klingenden Gesang und Düsternis.

05 Manuel Bernal - por qué me quité del vicio 

Spoken word gibt es hier, von Manuels "Best of 1959-1962". Er erzählt irgendeine dramatische Geschichte, zu Beginn gibt es noch tränenreiche Streicher dazu. Tja *Daumen dreh*... *Auf Uhr schau*

06 The Landing - float away

Klingt wie Musik bei "Friends", oder eine Gruppe, die bei "Charmed" in Pipers "P3" aufgetreten wäre. "Rock"/Pop, der sich wirklich jeglicher Originalität zu 100 % entzieht. 

07 Bad Loop - en sure sinua

IDM steht da bei rateyourmusic dabei, "Intelligent Dance Music" also. Also, "Stupid" ist sie jedenfalls nicht, sonderlich aufregend allerdings auch nicht. 

08 Hybryds - 7th day

Von "Intelligent Dance Music" kommen wir jetzt zu "Noisy Electronic Music". "Ritual Ambient" finde ich hier online zum Beispiel, was sich äußert in prekär klingendem, sieben Minuten langem Geräusch. Als die zu Ende gehen, klatschen zwanzig Leute und ich bemerke, dass das eine Liveaufnahme ist. Boah.

09 Latex - trapped

Unproduzierter Kürzest-Punksong, der aber zumindest das Gefühl "Unverstandener Teenie lungert hinterm Billa herum" glaubhaft rüberbringt. Und musikalisch erinnert mich das dann doch an "A Blaze in the Northern Sky". Ich glaub, darüber muss ich jetzt mal nachdenken.

10 ¡Mursday! - Ready 2 Run

Aber keine Zeit, weil da der Rhythmus von da Collective schön über einen hereinbricht. Die Rap-Kumpels verwenden jedes Instrument, das im Studio herumstand, und es funktioniert. Frischer, flotter und gut produzierter Track.

11 Selda Bağcan - bilgisayar dünya

Selda, die auf dem Cover ein bisschen wie Mrs Padmore aussieht, ist eine von vielen Jahren Folk Rock gestählte Sängerin, die diesen sehnsüchtig rockenden Song mit perfekter Hingabe ins Wohnzimmer schmettert. Gute Sache! Song des Tages.
 

12 Erkin Koray - varımı yoğumu

Erkin Koray find ich eigentlich richtig gut, aber dieser Synthie-Zirkus hat mich nicht grad überzeugt.

13 Fence - all around the world

Diese Jungs singen über die Schule und bemühen sich, die dünnen Indie-Stimmchen im Ton zu halten. Wie ein Oasis-Demo mit mehr Rock und weniger Ego.

14 Zimbo Trio - garota de ipanema

Ich hab schon die Augen verdreht, dass ich mir diesen überspielten Schinken (ist ja kein schlechter Song, nur wie oft denn bitte the fuck noch) jetzt wieder anhören muss, aber das Trio fetzt ihn als Speed Jazz mit dominantem Piano daher. Dann bitte gerne ja.



Na, da hat sich Today ja in der Zielgeraden noch gerettet!

Wednesday, January 8, 2020

Mixtape Villach December 2019

SIDE A
Suede - heroine
Vintersorg - ödemarkens son
Machine Head - descend the shades of night
Franz Schubert - die forelle

SIDE B
Dimmu Borgir - behind the curtains of night-phantasmagoria
Giacomo Puccini - un bel dì vedremo (Leontyne Price)
Vinsta - oafocha loda
Therion - raven of dispertion

Thursday, October 24, 2019

TODAY 24.10.2019

Heute gibt es mal wieder ein traditionelles Today, also eine Auswahl aus der Unzahl an Songs, die auf meiner Festplatte herumkugeln, die man also als "Meine Musiksammlung" bezeichnen könnte, wäre da nicht so viel dabei, von dem ich keinen Tau hab, was das überhaupt ist und warum ich das habe (im Zweifelsfall ist der Schuldige allerdings immer Supul).


01 Jag Panzer - starlight's fury

Die ewigen Underground-Lieblinge haben in den Nullerjahren nicht gerade Klassiker abgeliefert, obwohl ich ihren Ansatz (eher düster, eher heavy, eher vertrackt) gut finde. Was diesen Track betrifft, hab ich erst mal auf mein Handy gestarrt, bis ich draufgekommen bin, dass das gar kein Klingelton ist sondern eine Art "Piano" (?), das da beim Refrain seltsam losgelöst mitklimpert. Das passt echt gar nicht.

02 Amon Amarth - god, his son and holy whore

Geeze. Schon wieder dieses "Holy whore"-Narrativ. Die katholische Kirche müsste da wirklich mal ein, zwei Sachen aufarbeiten, langsam nervt's. Ich war noch nie ein Fan von der "Avenger"-Scheibe, zumindest kann man aber konstatieren, dass der Song ziemlich garstig erschallt und nicht superpoppig so wie dann später oft.

03 Q-Bass and MP Project - tylko tancz

Und wo wir grade von superpoppig reden, Europop aus Polen. Härter als 'barbie girl', inspiriert von Italo Disco, insgesamt aber eher zusammengeschustert (höre den weiblichen Gesang im Pre-Chorus, der einfach schief ist).

04 Superfurry Animals - miniature

Dreampop-Interlude, gepunktelt. Nur 40 Sekunden lang, worüber ich mich gefreut hab.

05 The Angels - my boyfriend's back

Juvenile Nummer, die später tausend Mal gecovert wurde. Nicht grade umwerfend performt, und eigentlich kein guter Track, jetzt wo ich so drüber nachdenke.

06 Cher - will you love me tomorrow

Aus der gleichen Ecke kommt auch dieser Song, im Original von den Shirelles. Cher macht das erwartungsgemäß kompetent, aber sonst ist das hier auch nix, das mich bei der Küchenarbeit mitgrooven lässt.

07 Tengger Cavalry - homeland song

Da war ich mal vom Konzept (Chinesischer Extrem-Metal) sofort begeistert und hab das Album dann im Handumdrehen wieder vergessen. Muss ich mal wieder hören. Dieses Lied hier jedenfalls ist eine eher langweilige Halbballade, soweit ich mich erinnern kann nicht grade repräsentativ.

08 Antônio Carlos Jobim - lamento

Gewohnt sicher tapselt Jobim da den Strand entlang. Weiß, was er kann, und macht es.

09 Inactive Messiah - satyricus

Ach herrje, weiß ich grad echt nicht, wer die sind. Das hier scheint mir eher ein Intro oder so zu sein, orchestrale Düsternis zwischen Dimmu und Therion. Was schon ok ist.

10 Coven - dignitaries of hell

Das ist eine tolle Platte, und Jinx hat eine super warme, kraftvolle Stimme. Dieser Song ist gar nicht unter den besten auf "Witchcraft...", aber hat auch diesen Sixties-Swing mit unterschwelligem Gefahrenmoment. Toll.

11 Tim Berg - seek bromance

Ja, so war Dance-Musik um 2010 rum - zu poliert um Proletendance zu sein, Jachtmusik für junge Leute. Simpelst-Beats, denen man sich kaum entziehen kann. Eine Überdosis Zuckermelodie. Allerdings oft richtig gut gesungen, so auch hier (Amanda Wilson, Könnerin).

12 Magazin - kad bi bio blizu

Die sind nicht das erste Mal bei Today, und jedes Mal hab ich mich still gewundert, warum die so berühmt sind. Den immer leicht melancholischen Einschlag find ich natürlich gut, der Holzhacker-Beat ist allerdings grässlich.

13 Sam Sparro - too many questions

Klar, das haben wir alle wegen 'black and gold', wo der 90er-Brit-Boygroup-Sound irgendwie so luxuriös geklungen hat, so stilvoll. So wie Ferrero Rocher, eigentlich nur Schokolade, aber in dem goldenen Papier da ist es plötzlich Filmpremieren-tauglich. Ich erzähle das hier alles um aufzulösen, dass das vielleicht für einen (sehr guten) Song funktioniert, aber ganz sicher nicht für ein ganzes Album. So ist 'too many questions' auch äußerst durchschnittlich und geht noch zusätzlich mit diesem "Gary von Take That macht ein Soloalbum"-Flair auf den Keks.

14 Orphaned Land - ornaments of gold

Das eröffnende Düsterriff ist eine Wohltat nach der Bouncy-Kniebeuge von Sparro, aber so wie das gesamte Album ist auch 'ornaments of gold' eher in der Theorie gut, in der Praxis aber will das nicht so recht funktionieren.



Joah, also bis auf Coven hat Today wieder zielsicher in die Folder gegriffen, die nicht zu meinen Favoriten gehören. Wie immer also. Aber hey, immerhin kein Musical. (Jetzt kommt sicher beim nächsten Mal Musical, ich wett was).