Wednesday, October 28, 2009

Grand Prix der Volksmusik 2009




Mann. Wir habens wirklich gemacht und uns das angesehen. Komplett. Jagut, einige der "Moderationen" von Marianne und Michael haben wir fast forwarded. Und einige der Interviews. Aber nicht die Songs, und wir haben es trotzdem überlebt und dazugelernt.

Zusammenfassend bleibt zu sagen: Semino Rossis Haare, ein Schwein und die Winkekatze von Hitomi.


Bitte beachtet, dass sich diese Benotung auf das "Universum der volkstümlichen Musik" bezieht und nicht auf das wirkliche Universum.


Pläuschler: «Ich kann nicht aufhör’n dich zu lieben» - Schweiz
Gay band. Vom Song her im Ernst jetzt, gar nicht so schlecht. S: 2, R: 3

Die Grubertaler: «Du darfst beim Autofahr’n nit auf die Mädels schau’n» - Österreich
Lala, und den Refrain mal 20. Aber wenigstens synchron. S: 3, R: 4

Sauguat: «Mein Reschen am See» - Italien
Der Name... Und völlig unsynchron. Die sehen so aus, als wollten sie überhaupt nicht hier sein. Und was zum Teufel ist eigentlich ein "Reschen"?? S: 5, R: 5

Judith & Mel: «Liebe gibt – Liebe nimmt» - Deutschland
Oh no, die Haare... Zähne und Makeup. Und schlimme Zirkusmusik dazu. S: 5, R: 5

Geni Good und seine Glarner Oberkrainer: «Chlefeler Schtimmig» - Schweiz
Bart. Lalalalala. Furchtbar. S: 5, R:

Andreas Gabalier: «So liab hob i di» - Österreich
Eine Hard Rock-Ballade im Dialekt, unauffällig mit Zieharmonika zu "Volksmusik" gemacht. Ist es aber nicht. Wenn Bon Jovi das gemacht hätten, hätts auch gepasst. Überraschend gut, auch gut gesungen - aber Horror, dass er dazu eine schlecht geschnittene Lederhose und ein hässliches Shirt anhat. Passt nicht, und hat das hier fast kaputtgemacht. S: 2, R: 2

Volxrock: «Wenn du kannst» - Italien
Falsches Lied, ROTFL. Tja. Wer jetzt noch geglaubt hat, hier wäre irgendwas live (was wir NICHT getan haben, weil wir nicht völlig blind und verdummt sind), wird enttäuscht.
Das Gwand... S: 4, R: 3/4

Rico Seith: «Tausend Augen Hoffnung» - Deutschland
15 Jahre. Er singt über ein Tierheim, aber O-Ton Sacrifi-sir "Er darf ja mit 15 noch nichts anderes singen". Das stimmt. Wir ziehen uns elegant aus der Affäre und werten mit "Zu jung".

SängerFREUNDe & Stefan Roos: «Das Herz einer Mutter» - Schweiz
Ein Mutterlied. Horror. Salzsäulen 1-4 sind auch dabei. S: 5, R: 5

Pfarrer Franz Brei & Signum!: «Das Leben» - Österreich
Little Drummer Boy? Ah ja, jetzt ist es mir eingefallen - das ist Jackson's "will you be there". Ne wirklich jetzt. Irre dieser Ethno-Beat. Wie für eine Mystera-Compilation gemacht. Naja, es gibt wahrlich Schlimmeres, obwohl der Song nicht so richtig in die Gänge kommt. S: 3/4, R: 3/4

Alex & die Grödner Alphornbläser: «Wenn i auf Bergeshöhen steh» - Italien
Ah, die stummen Alphörner. Haben die irgendwas gespielt? Irre nerviges Gehabe vom Alex - kaum anzusehen. S: 5, R: 4

Claudia & Alexx: «Mama, danke» - Deutschland
Mutterlied, Part II. Mama Leone, und "die Wieneroma". Aber ich schweife ab. Das Lied, der Text, ihre Mimik - alles löst Würgereiz aus. Aber die hat eine super Stimme, muss man sagen. Ist aber anscheinend auch ein "Negativ-Ohrwurm": Je öfter man das Lied hört, desto eher möchte man sich den Arm abreißen und sie damit schlagen. S: 4/5, R: 5

Sarah-Jane: «Bliib doch bi mir» - Schweiz
Zähne. Im Titel noch verschämt in Schwyzerdütsch, im Song dann aber zart Hochdeutsch. Either way, langweilig, vorhersehbar, belanglos, und irgendwann dann auch aus. S: 3/4, R: 3

Leona & Swen: «Mach das nochmal mit mir» - Österreich
Oh, wow. Beginnt wie Enrique Iglesias, und die Haare von Swen sind erblindend schiach. Aber was soll man sagen, in diesem Universum ist das toll, und ein Hit. Super Pop-Beat, die Performance passt auch, und die unsäglich dämliche Schlager-Mimik bleibt auch fast vollständig im Trickkistchen verborgen. Astreiner Sieger. S: 1, R: 1

Vincent & Fernando: «Der Engel von Marienberg» - Italien
Gay Band. Haare... Die Hölle auf vier Beinen (weils ja zwei sind...). Wie unglaublich prätentiös, mit diesem Batzen-Chor zu kommen. Grauenvolles Lied mit noch grauenvollerem Text, dilettantisch gesungen ("Ka Trinmalen"), hölzern, verlogen, viel zu gezwungen und ganz einfach scheiße. So muss es in der Hölle sein. S: 5, R:

Bergkameraden & Oswald Sattler: «Ich träume von der Heimat» - Deutschland
"Hey, ihr schauts gar nicht aus wie Bergkamaraden!"
"Nicht?"
"Nein... hier - nehmt ein paar Accessories"
Schlimmer Kack-Song, und schlecht präsentiert noch dazu. Der Leadsänger sieht aus, als würde er am liebsten sofort heimgehen, aber der andere nette Herr schneidet Grimassen aus dem Schlager-Bilderbuch - freundlicherweise ist er auch gefühlte 1000000 Minuten eingeblendet.
S: 5, R: 5


Bleibt noch zu sagen, dass natürlich die Falschen gewonnen haben, dass wir ohne fast forward-Funktion sicher noch doppelt so viel gelitten hätten, und dass Semino Rossi einfach wirklich objektiv hässlich ist.





--Sapnish--

Monday, October 12, 2009

A Personal Triumph

Remember this.

I have found it. Whatever you do - always, always google the lyrics, and never, never give up.

Sugarplum Fairies - fade away.

It would be exaggerated to say that I feel proud like a God. But a little bit of exaggeration cannot hurt sometimes, especially on a blog.


--Sapnish--

Friday, October 9, 2009

"Seid ihr alle taub???"

There are worse things than being sick.

It is worse to be sick and to watch something on TV, and to hear a song you really like. So far, this is not bad. You go online and want to know what that song was.

Faithful readers of this blog - that would be just you, Sacrifi-sir : ) - will recognize this pattern from here. This is not worse than being sick.

Equally to back then, I know there is at least one, probably more, websites that list the music that was used in the L Word episodes. So I go there, look for the episode, and I find it immediately:

Bette crying. End Credits. - Rachael Yamagata... The Other Side

How easy, how wonderful. So much better than being sick!

So I look for the song and listen to it. This doesn't sound like the one I wanted... I doublecheck with the episode, I check the lyrics - nope, not the song. Not even the same singer.

Well, surely many people will have posted this in the comments or other forums.

Guess what. They haven't. In every possible source it says that this is the song that was featured in the episode, and also on youtube people comment the tune and say "I love this song ever since I heard it on the L Word!". Have you???



After helplessly searching online and reading hundreds of posts that say that this is in fact the song that played while Bette cried, here are the only two possibilities of what has happened:

- When pressing the DVDs, Yamagata's song was replaced with another one which is by an unknown artist and was never released
- People are deaf and believe everything the internet tells them

As far as I know, both options seem likely.

And this would be even worse than being sick then.


--Sapnish--

Friday, September 18, 2009

At the Gates - Slaughter of the Soul

ROCK HARD

AT THE GATES waren die Könige des Götebörg-Elchtods! Daran gibt es nichts zu rütteln, auch wenn In Flames den längeren Atem hatten und heute noch aktiv sind. Die Jungs um den unvergleichlichen Shouter Tomas Lindberg (macht euch mal den Spaß und vergleicht frühere Fotos mit jetzigen, denn da liegen offensichtlich mehrere Jahrhunderte und eine Vielzahl von Alien-Entführungen dazwischen!) waren die Ersten in der südschwedischen Metropole, die traute Maiden-Gitarren-Zweisamkeit mit Death Metal paarten.
Mit „Slaughter Of The Soul“ führten sie diese Rezeptur zur Vollkommenheit und lieferten das Album ab, das dem unübertrefflichen „Heartwork“ von Carcass am nächsten kam. Die zentralen Songs sind ´Under A Serpent Sun´ und ´Nausea´. Der kurze, deswegen aber nicht minder geniale Gitarren-Harmonie-Teil mit den barocken Vorhalten (2:11 bis 2:25) bei ´Under A Serpent Sun´ zeigt, wie ausgereift die Songwriting-Abteilung agierte. Klassischer Tonsatz und Harmonielehre waren den Jungs nicht fremd, was auch noch an anderen Ecken und Enden von „Slaughter Of The Soul“ durchschimmert. Und das zu einer Zeit, wo man Plattenverträge nachgeschleudert bekam, wenn man geschminkt Venoms ´Black Metal´ halbwegs unfallfrei über die Bühne brachte! Sehr geglückt ist der dramaturgische Kunstgriff mit dem Instrumental ´Into The Dead Sky´ in der Mitte der Scheibe, der selbst auf der CD eine Teilung in zwei LP-Seiten vorgaukelt. Das Synth-Outro von ´Need´ und das abschließende, von Keyboards dominierte Instrumental ´The Flames Of The End´ sollten nicht überbewertet werden, da eine Ausrichtung in bombastischere Tastengefilde nie wirklich zur Debatte stand.
AT THE GATES stehen in meiner „Rest In Peace“-Liste ganz oben!

ROBERT PÖPPERL

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UNHOLY TODAY

Ich weiß nicht so recht, was ich hier schreiben soll. Diese Platte ist OK, ich habe ich sie auch schon ganz oft nebenbei gehört. Viele Riffs sind klasse, mit dem typischen Göteborger Melodic Death Metal-Gesang kann ich aber weniger anfangen (wie eigentlich fast immer).

Klar ist dieses Album Kult, und historisch gesehen das erste einer Ära, die dem Metal und seinen Fans eine Menge schöner Stunden beschert hat. Es ist aber nicht so ganz mein Ding.

'blinded by fear' hat dieses riesige Riff, das macht diesen Song natürlich sofort zu etwas Besonderem. So richtig im Ohr geblieben ist sonst nicht wirklich ein Song, vielleicht noch 'cold' dank seinem großen Beginn im Stile von Metallicas Black Album. Cool finde ich auch das eigentlich ein bisschen überflüssige Outro 'the flames of the end', einfach weil es lässig und anders ist - und mutig. 'into the dead sky' ist der zweite Song, der aus dem Rahmen fällt (ein "akustisches Zwischenspiel" sozusagen), der Rest brettert weiter.

Schon teilweise cool und auf jeden Fall hörenswert, aber auch der Robert Pöpperl musste in seinem Rock Hard-Review sozusagen zugeben, dass der kurze instrumental-stampfende Moment von 'under a serpent sun' (so um 2:15 rum) eigentlich das Tollste auf der Platte ist.

Sicher gut, aber Funken sind keine übergesprungen.

SAPNISH
3.0/5.0

Monday, August 17, 2009

Sacrifi-Sir: Soundtrack of my Life

Inspired by Sapnish post, well respectively inspired by the source of this idea as well. If I'd believe in a higher power pulling the strings of everyone's life, I'd be scared by the selection of some songs ... at least I'd thought my marriage would be a bit more romantic :)

my chosen Intro: Dire Straits - walk of life

Vorspann - toast album(Tori Amos)
Aufwachen - licked by the tongues of pride(Die Apokalyptischen Reiter)
Erster Schultag - neka te voli(Nina Badrić)
Verlieben - concerto per archi e organo d-dur rv 124 - i allegro (Antonio Vivaldi)
Das erste Mal - ... and Julie No More(The Dogma)
Kampflied - now mary(The White Stripes)
Schluss machen - straight through the heart(Dio)
Abschlussball - diamonds are a girl's best friend (Marylin Monroe)
Leben - head down(Soundgarden)
Nervenzusammenbruch - shadows and cancer (The Duskfall)
Autofahren - satellite of love(MDH Band;Milla)
Flashback - light my fire(The Doors)
Hochzeit - the conqueror (Enthroned)
Geburt des ersten Kindes - life in black(Mors Principium Est)
Endkampf - rising again(Gamma Ray)
Todesszene - eviscerated[bitch](Enthroned)
Beerdigungslied - reroute to remain(In Flames)
Abspann - mirror mirror (Blind Guardian)


Sacrifi-Sir

Saturday, August 15, 2009

Disappointment of the Month

Nelly Furtado - manos al aire

Incredibly weak, uninspired and boring pop song. Sounds like someone composed it between the shower and morning coffee. The fact that it's sung in Spanish (God knows why since the woman is of Portuguese origin) unfortunately also doesn't make it more interesting.

I'll probably won't have the chance to listen to the song again cause I guess I'll be fast asleep after the first minute.


--Sapnish--

Thursday, August 13, 2009

Meat Loaf - Bat out of Hell

ROCK HARD

Ich muss zugeben, dass ich als 12-jähriger Bengel fast täglich mit meinem Kassettenrekorder vor dem Radio hing und permanent die Top-Hits auf Tapes kopierte. Dies führte schließlich dazu, dass mir eines Tages MEAT LOAFs damaliger Superhit ´You Took The Words Right Out Of My Mouth´ über den Weg lief und ich, von der Stimme dieses Typen sofort hingerissen, in den nächsten Plattenladen lief und mir meine allererste eigene LP kaufte: „Bat Out Of Hell“.
Ich hätte damals nicht gedacht, dass dieses Album, das den Beginn der erfolgreichen Arbeit des Duos Jim Steinman/MEAT LOAF markierte, sogar über zwei Jahrzehnte später noch zu meinen absoluten Lieblingsalben gehören würde.
Schon auf dieser Scheibe bewies Jim Steinman, der Strippenzieher im Hintergrund, sein Händchen für variantenreiches und immer pathetisches Songwriting. Dabei ist der monumentale zehnminütige Titeltrack am Anfang auch Höhepunkt und zugleich härtester Song der Scheibe. Eingeleitet von einem grandiosen Intro, führt einen dieser Track durch ein Wechselbad der Gefühle: einfühlsame Pianopassagen, die Wahnsinnsstimme des Fettkloßes, majestätische Riffs, eruptive Breaks, der tosende Refrain und immer dieser fette Groove als Gerüst.
Der oben erwähnte Single-Hit, einige wunderschöne Balladen (´Heaven Can Wait´, ´Two Out Of Three Aint´t Bad´) und das dreiteilige ´Paradise By The Dashboard Light´ sind allesamt Klasse-Songs, werden jedoch noch überragt vom Schlusstrack der Scheibe, ´For Crying Out Loud´. Zunächst sehr getragen (MEAT LOAFs Stimme wird nur von ruhigen Pianoklängen begleitet), explodiert dieser Song gegen Ende in einem dramatischen, orchestralen Finale, das seinesgleichen sucht.
„Bat Out Of Hell“ war noch nicht so sehr auf fette Verkaufszahlen ausgerichtet (obwohl es einer der größten Bestseller überhaupt werden sollte) und ist das meiner Meinung nach mit Abstand beste MEAT LOAF-Album!

HANSI DABERGER

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UNHOLY TODAY

Oh Gott, Musical Metal. Kann mir etwas Schlimmeres passieren? Nach dem "Genuss" dieses Machwerks muss ich sagen: nicht wirklich!

Unglaublich seichte Melodien, all dieser Boogie und diese Reibeisenstimme, die sich gar nicht mehr einkriegen kann. 'bat out of hell' habe ich noch mit ungläubigem Blick angehört, bei 'you took the words right out of my mouth (hot summer...)' klang es zumindest kurzzeitig wie ein altes ABBA-Album (die Saxophone und der Background-Gesang). Später habe ich dann begonnen, nebenbei meine Wohnung ein wenig aufzuräumen, aber das Getröte und Gerock'n'rolle haben mich so verwirrt, dass ich mich richtig fest angehaut habe (Küchenkasten).

Die Balladen sind auch wirklich schlimm. Und immer so viel Geklimper, Gott!

So ein unfassbarer Kitsch, vergraben unter Tonnen von noch mehr Kitsch, gepaart mit Boogie (viel), Rock (wenig) und selbst für 1977 komischen Edits/Cuts, verklebter Orchestrierung und komisch abgemischten "Rock"-Instrumenten (viel). Dazu fast ausnahmslos manisches Gehoppel, das wohl so was wie Geschwindigkeit ausdrücken soll. Achja, und dann auch die Texte. "'Cause we were barely seventeen, and we were barely dressed" - is klar, versteh ich gut.

Kann gut sein, dass das das beste Meat Loaf-Album ist. Aber diese "Rock Opern" sind einfach nicht mein Ding, es geht einfach nicht. Sorry. Das Coolste an diesem Album ist wohl noch das Cover. Das klingt jetzt alles wirklich schrecklich, vielleicht werden viele das so gar nicht nachvollziehen können. Aber ich finde all das hier so over-the-top, so zugekleistert, so gezwungen dramatisch dass ich jetzt einfach nur noch Darkthrone hören möchte.

SAPNISH
1.0/5.0